Hartmut Emrich

Autor und Herausgeber

Wigald, der Sklave 

In meinem Buch 'Marcus Weg I - Abschied von den Legionen' ist er der Begleiter von Marcus auf dem Weg nach Westen. Auf dem Weg in Marcus neues Leben und auf dem Weg in ein ungewisses Schicksal. Wigald, der rothaarige Riese, der dem Protagonisten eher Freund, denn wie sein Sklave ist.

Wir wissen bisher nur wenig von dem Mann, der nach heutigem Maßstab ein wenig mehr als zwei Meter groß war. Und das Wenige wissen wir von Macus Volerus Gallius. Mich hat aber die Geschichte nicht losgelassen, was jener Mann vor dieser Begegnung im Sommer des Jahres 922 a.u.c. (169 n.Chr.) gewesen war, die wir von Marcus Beschreibung durch einen von ihm gewonnenen Ringkampf kennen. Also jener Ringkampf der das Leben des rothaarigen Riesen, aber auch das seines zukünftigen 'Herren' und Besitzers verändern würde. Aus diesem Grund begab ich mich auf die Suche, um jene Menschen zu finden, dem jener Mann sein Leben verdankt, den wir später als den Sklaven Wigald kennenlernten und ich stieß dabei auf folgende Geschichte…

Die Geschichte beginnt, wie es Geschichten im Allgemeinen tun sollten, am Anfang. Nämlich 46 Jahre vor jenem Zeitpunkt, als sich Marcus Volerus Gallius dafür entschied, die Legio XIII zu verlassen. In einem anderen Teil der Welt begeht man die Saturnalien und Gaius Bellicius Torquatus und Herodes Atticus sind dort noch Consules. Antoninus Pius, der erst viel später Drusilia Cloelia heiraten und dadurch der Vater von Marcus späterer Frau Cloe werden wird, ist zu jenen Tagen Caesar, Augustus und Imperator. Aber so bedeutend Rom in jenem anderen Teil der Welt sein mag, so unbedeutend sind Rom und das römische Imperium in jenem Landstrich im äußersten Nordosten des heutigen Europas. Für den Anfang dieser Geschichte von Bedeutung, ist das Schicksal des jungen rothaarigen und hochgewachsenen Kriegers Brandt Einohr, das sich in jenen Rauhnächten anders erfüllt, als der sich das jemals hätte vorstellen können. Als Erster Krieger der Hornmark sollte er eigentlich die Braut seines Bruders abholen, diese sicher geleiten und ihrem zukünftigen Gemahl übergeben. Aber dazu kommt es gar nicht. Vor der Julnacht wird er überfallen und entführt und erfährt eine neue, eine letzte Bestimmung. Er wird der Vater eines kleinen rothaarigen Jungen werden, der ein Dreivierteljahr später zur Zeit der herbstlichen Tag und Nachgleiche geboren werden wird. Von seiner Mutter Wýrlighârd genannt, was gerecht und zuverlässig bedeutet, hat das Schicksal zunächst nicht die Sklaverei für den Sohn von Hella von den Rôtœna und Brandt Einohr vorgesehen.

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Hartmut Emrich

Wigald - der Freigelassene