Hartmut Emrich

Autor und Herausgeber

Der deutscheste Fluss 

Die Sonderausgabe aus der Reihe 'Der Weg in die Freiheit'.  Buch 11

Das elfte Buch der Reihe ’Der Weg in die Freiheit’ ist in jeder Hinsicht als Sonderausgabe zu sehen. Nicht nur, dass das Buch fast die doppelte Anzahl von Kapiteln zählt. Die Kapitel sind mit 22 Bildern vom Rhein versehen und auch in den Unterkapiteln finden sich Abbildungen; dieses Mal mit Bezügen zur Handlung. Das Buch ist eine kleine Bildereise über 65 Kilometer vom Rheinkilometer 528 bis zum Rheinkilometer 593, während sich die Handlung auch weiterhin mit jenen Themen und Figuren beschäftigt, die bereits in den zehn vorherigen Büchern vorkamen.

Da keine Kriege zu führen und keine Schlachten zu schlagen sind, besteht in den Jahren nach dem Wiener Kongress kein großer Bedarf an hochdekorierten und verdienten Offizieren. Im gleichen Maß gilt das auch in Amerika, wo es nach dem beendeten amerikanisch-britischen Krieg und dem erfolgreich geführten Krieg gegen die nordafrikanischen Berberstaaten zu viele Kriegsschiffe für zu wenig Krieg gibt. So können sich Paul und Valentin auch nicht beschweren, als beide, jeder von seinem jeweiligen Vorgesetzten, mit Ermittlungen betraut werden, von denen man meinen möchte, dass die eigentlich nicht zu den Aufgaben von verkrüppelten Offizieren gehören. Aber jeder der beiden verbindet auch ein persönliches Interesse damit, jenen Vorgängen auf den Grund zu gehen, die in Pauls Fall seine Auffassung von Recht und Freiheit bedrohen und im Fall von Valentin mit einer wieder neu entstehenden Bedrohung durch Piraten aus Nordafrika zu tun haben.

Die anderen Menschen in Europa und Amerika, die sich nicht gerade mit spannenden Ermittlungen befassen, haben ihre eigenen Sorgen, die meist deutlich profaner, aber nicht weniger wichtig sind. Dass es Pauls Familie dann wieder einmal für eine Weile an den Rhein verschlägt, ist dann bei dem Titel des neuen Buches kaum überraschend, denn es geht um den längsten deutschen Fluss, der in Liedern besungen, in Gedichten bedichtet und von so manchem Schiffer verflucht wird. Der Rhein, der deutscheste Fluss.

Wenn jetzt natürlich zurecht jemand anmerken möchte, die Donau sei doch mit ihren 2860 Kilometern mehr als doppelt so lang und selbst die Elbe wäre mit 1245 Kilometern um 12 Kilometer länger als der Rhein, ist das tatsächlich zutreffend.

Aber was schrieb ich oben? Richtig! Der Rhein, der deutscheste Fluss!

Die schöne blaue Donau mag zwar im Schwarzwald entspringen und bis hinter Passau 647 Kilometer lang durch das Alemannische, Schwäbische und Bayrische fließen, bevor die Österreicherin wird; und die Elbe legt nach der Ankunft in Sachsen bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven tatsächlich 727 Kilometer in Deutschland zurück, aber der Rhein bringt es auf ganze 865 Kilometer, nach dem der aus der Schweiz kommend, bei Emmerich schließlich zum niederländischen Rijn wird. 

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